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FAQ

Bei der Darmspiegelung/Koloskopie erfolgt die Untersuchung des kompletten Dickdarms sowie ggf. des Endabschnitts des Dünndarms. Bei der Untersuchung wird ein dünnes, flexibles Instrument (Endoskop)mit einer Kamera in der Gerätespitze vorgeschoben. Die Bilder der Kamera werden auf einen Bildschirm übertragen.

Durch die hochauflösende Kamera ist es möglich, krankhafte Prozesse im eingesehenen Darm direkt zur beurteilen, ggf. auch Gewebeproben (Biopsien) zu entnehmen und/oder Schleimhautwucherungen (Polypen) abzutragen. Zur Entfaltung des Darms wird CO2 Gas eingeleitet, das im Verlauf über die Schleimhäute des Darms ins Blut aufgenommen und schließlich über die Lunge abgeatmet werden kann, so dass im Anschluss an die Untersuchung kaum Blähbeschwerden auftreten.

Die Untersuchung dauert ca. 20 – 30 Minuten.

Die Darmspiegelung/Koloskopie sollte zur Abklärung von unklaren Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Stuhlgangsveränderungen wie Obstipation und Diarrhoen oder Entleerungsstörungen, sowie bei Gewichtsverlust und Anämie erfolgen. Auch zur Verlaufskontrolle von bekannten Darmerkrankungen oder bei Vorbefunden erfolgt eine Darmspiegelung/Koloskopie. Zur Vermeidung von Darmkrebs/eines Kolonkarzinoms erfolgt die Vorsorgedarmspiegelung/Vorsorgekoloskopie.

Bei der Magenspiegelung/Gastroskopie erfolgt die Untersuchung der Speiseröhre, des Magens und des oberen Abschnitts des Dünndarms (Zwölffingerdarm). Bei der Untersuchung wird ein dünnes, flexibles Instrument (Endoskop) mit einer Kamera in der Gerätespitze vom Mund und Rachen in die Speiseröhre und von dort aus weiter in Magen und Dünndarm vorgeschoben. Die Bilder der Kamera werden auf einen Bildschirm übertragen.

Die Untersuchung erfolgt nach lokaler Betäubung des Rachens mit einem Spray oder auf Wunsch mit einer intravenösen Schlafspritze und dauert 5-10 min.

Durch die hochauflösende Kamera ist es möglich, krankhafte Prozesse in der Speiseröhre, dem Magen und dem oberen Abschnitte des Dünndarms (Zwölffingerdarm) direkt zu beurteilen. Über einen Arbeitskanal können Instrumente vorgeschoben werden, um Gewebeproben zur feingeweblichen oder bakteriellen Untersuchung zu entnehmen.

Zu empfehlen ist die Abklärung mit einer Magenspiegelung/Gastroskopie bei Oberbauchbeschwerden wie Schmerzen, Aufstoßen, Übelkeit und Unwohlsein, aber auch bei Refluxbeschwerden und Sodbrennen. Atypische Beschwerden wie Husten, Entzündungen im Bereich des Rachens oder der Nasennebenhöhlen, Luftnotanfällen oder Zahnschäden können ebenfalls auf eine Refluxsymptomatik hindeuten. Eine Abklärung kann nach Überweisung durch den HNO oder pulmonologischen Facharzt mittels Magenspiegelung/Gastroskopie erfolgen.

Unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) versteht man schubweise oder kontinuierlich auftretende, entzündliche Veränderungen des Darms. Zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gehört der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa sowie seltener die mikroskopische Kolitis. Die Colitis ulcerosa betrifft den Dickdarm; der Morbus Crohn kann im gesamten Magen-Darmtrakt vorkommen. Im Rahmen der Entzündung kann es zu nur leichten Veränderungen der Schleimhaut kommen aber auch zur Durchsetzung der Darmwand mit Ausdehnung in die Umgebung des Bauchraums.

Bei beiden Formen ist eine Beteiligung anderer Organe insbesondere der Haut und Gelenke möglich.

Therapeutisch bestehen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Mesalazin, Kortikosteroide und Immunsuppressiva. Bei mittelschweren bis schweren Verläufen kann auch eine Therapie mit verschiedenen Biologika der JAK-Inhibitoren erfolgen.

In der CED-Sprechstunde werden Patienten mit der Erkrankung individuell betreut und bei den Therapien begleitet.

Ein Reizdarmsyndrom liegt bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden vor wie Bauchschmerzen oder Blähungen, die meist einher gehen mit Stuhlgangsveränderungen. Die Beschwerden beeinträchtigen die Lebensqualität.

In einer umfassenden Diagnostik finden sich keine Veränderungen, die auf einer andere Erkrankung schließen lassen, die die Symptome erklären. Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich daher um eine Ausschlussdiagnose. Es gibt mittlerweile zunehmend Hinweise auf eine Vielzahl unterschiedlicher pathophysiologischer Faktoren, die bei der Genese der Beschwerden eine Rolle spielen können. Es wird daher von einer Störung der Darm-Hirn-Interaktion gesprochen. Es liegen keine kausalen Therapiemöglichkeiten vor.

Eine Beschwerdelinderung kann durch ein individuelles Behandlungskonzept bestehend aus einer ggf. medikamentösen Therapie, aber auch durch komplementäre Maßnahmen wie Ernährungsberatung/-therapie, Phytotherapie, alternative Methoden wie Akupunktur oder Osteopathie oder durch den Einsatz von Probiotika erreicht werden.

Darmpolypen sind in der Regel gutartige Schleimhautwucherungen, die entarten können. Durch die Abtragung der Polypen im Rahmen der Vorsorgedarmspiegelung kann eine Entartung vermieden werden. Die abtragenen Darmpolypen werden routinemäßig zu einem pathologischen Labor verschickt, dort aufgearbeitet und mikroskopisch beurteilt. Aus der Zusammenschau der Befunde ergibt sich nach Polypabtragung/Polypektomie die Empfehlung für die Kontrollkoloskopie nach meist 3 – 5 Jahren.

Eine Abdomensonographie erfolgt mittels Schallwellen, die von einem Schallkopf abgegeben werden, nachdem dieser auf die Haut des Bauches aufgesetzt wird. Die Schallwellen breiten sich gradlinig im Bauchraum aus und werden von verschiedenen Geweben unterschiedlich reflektiert. Dadurch kann schmerzfrei und risikolos für die Patientinnen und Patienten ein Bild erzeugt werden. Die Abdomensonographie ist somit ein bildgebendes Verfahren zur Diagnostik von Beschwerden. Dabei können Leber, Gallenblase und -wege, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lymphknoten und Darm sowie Harnblase und Prostata bzw. Uterus von außen beurteilt werden. Durch die Untersuchung können Strukturveränderungen in den Organen, die Größe und Durchblutung der Organe untersucht werden.

Wir untersuchen Beschwerden wie

  • Ober- oder Unterbauchschmerzen,
  • Übelkeit,
  • Sodbrennen/Refluxbeschwerden,
  • Blähungen,
  • Gewichtsabnahme und Appetitlosigkeit.
  • Es werden aber auch Stuhlgangsveränderungen wie Obstipation oder Durchfälle und Entleerungsstörungen abgeklärt und behandelt.
  • Bei einer nachgewiesenen Blutarmut, peranalen Blutabgängen oder Verdacht auf chronischen Entzündungen übernehmen wir die wichtige endoskopischen Diagnostik und Therapie.

Eine Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut – also der inneren Schutzschicht des Magens.

Die Magenschleimhaut schützt normalerweise den Magen vor der aggressiven Magensäure. Wenn sie entzündet ist, wird dieser Schutz geschwächt – die Säure kann die Schleimhaut reizen oder sogar schädigen.

Symptome sind u.a. Magenschmerzen oder Brennen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl oder Appetitlosigkeit, Sodbrennen oder in schweren Fällen Blut im Erbrochenen oder Stuhl.

Die Refluxkrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit) bedeutet, dass Mageninhalt – vor allem Magensäure – regelmäßig in die Speiseröhre zurückfließt und dort Beschwerden oder Schäden verursacht.

Zwischen Speiseröhre und Magen sitzt ein Schließmuskel (unterer Ösophagussphinkter). Normalerweise verhindert er, dass Mageninhalt zurückläuft. Wenn er nicht richtig schließt oder zu häufig erschlafft, gelangt Säure nach oben und reizt die Speiseröhre.